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musik

Ein neues Festival ist geboren.

2007-04-02 00:10:07

Ein großes Festival ist geboren. Vom JAH-mek-ya Reggae Open Air wird man noch öfters etwas hören. Sicher nicht nur im Mühlviertel sondern in ganz Österreich. Musikalisch brachten Mono & Nikitaman die knapp 3.000 Besucher zum Toben.

Das JAH-mek-ya [tscha mek ja], frei übersetzt mit "Jamaica von Gott erschaffen", gilt es sich für nächstes Jahr gleich dick und fett im Kalender einzutragen. Ein Festival mit viel Potential.

Am Festivalhimmel sich noch zu orientieren ist schwer geworden. Es scheint bald überall ein Rockkonzert zu geben. Ob Rock am Bach, Rock im Dorf oder Rock am Feld etc., das Angebot ist groß geworden. Man verliert oft schon den Überblick. Viele Festivals haben ihre Nische noch nicht gefunden. Sie sind austauschbar geworden. Als Headliner fungieren die selben Bands auf einer immer ähnlichen Weise. Julia, Petsch Moser, Garish, Texta, Heiligenblut und wie sie alle heißen touren fleißig durch Österreich, was auch gut so ist. Doch so manches Fest hat den Ursprungsgedanken einer Rockverantaltung verloren und bezeichnet sich völlig zu unrecht als "Rock". Zeltfest mit "alternativer"  Musik trifft wohl besser den Veranstaltungstyp.

Anders das JAH-mek-ya, schon alleine wegen seines Musikgenres. Ich sage jetzt nicht, dass das Jah-mek-ya es sicher schaffen wird, doch es ist eines jener Festivals, die das Potential dazu haben, aus eigener Kraft zu einem fixen Baustein im österreichischen (!) Festivalkalender zu werden. Ob dies gelingen  wird oder nicht, hängt von verschiedensten Variablen ab. Doch der Grundstein ist gelegt.

Ein großer Pluspukt beim JAH-Mek-ya ist der ausbaubare und wunderschöne Veranstaltungsort. Ob 5.000 oder 10.000 Besucher kommen, es wird kein Dichtestress ausbrechen. Das Areal ist so groß, dass sich jeder seinen Freiraum schaffen kann und nicht wie eine Sardine durch die Mengen geschoben wird. Die nahgelegene Aist, die Waldlichtung sowie das wunderschöne, weite Blumental sorgen für eine malerische Kulisse.

Jetzt wurde aber genug philosophiert. Wie war das JAH-Mek-ya nun wirklich?

Sehr gelungen, könnte ich jetzt kurz schreiben, und der Wettergott hat auch mitgespielt, so die Kurzzusammenfassung.

Zur Erinnerung nochmal das Line Up:

Joseph Cotton ls. Ital Accoustic (JAM)

Mono & Nikitaman backed by Soul Fire (D)

Maxim backed by Soul Fire (D)

Mistah Bomsh ls. Grandmothers Flash (D)

Rebel Mufin und Soundsgood Intl (A)

Vor allem Mono & Nikitaman fanden beim Publikum großen Anklang. Erfreulicher Nebenaspekt: Mono und Nikitaman kann seit kurzem als österreichische Band bezeichnet werden, da Nikitaman nun auch nach Linz umgezogen ist. Mono ist ja sowieso eine gebürtige Linzerin. :-) Doch darüber werden wir euch bald mehr Informationen bringen. Auch abseits der Musik handelt es sich bei den beiden um sehr interessante Personen. Sie sind bekannt für ihr gesellschaftlich-kritisches Engagement. Mono und Nikitaman haben sich bei zahlreichen Demonstrationen recht aktiv engagiert. Mit zahlreichen Songs aus ihrem neuen Album "Das Spiel beginnt" vermochten die beiden mehr als nur zu überzeugen. Danke fürs live sehen dürfen an dieser Stelle.

Der eigentliche Headliner war Joseph Cotton. Um völlig fit zu sein hat sich Joseph Cotton, wie man hörte, noch extra ein paar Stunden Schlaf im Hotel gegönnt. Joseph Cotton war frisch und munter, doch das Publikum nicht mehr. (Vom Line Up hatte man bereits eine Verspätung von ca. 1,5 Stunden)

Kritikpunkte:

  • Ich bin in der Früh aufgestanden und habe mich gefragt, warum das Fest nicht noch einen Tag dauert. Denn ein Tag allein ist einfach viel zu kurz. Es ist übrigens mehren Personen so ergangen :-)
  • Eine Frühstücksbetreuung wäre sehr fein gewesen - und nebenbei eine gute Einnahmequelle sicher auch für den Veranstalter. Das nahegelegene Gasthaus war binnen Stunden ausverkauft.
  • Das Autoeinweispersonal könnte vielleicht a bissl nüchterner sein.
  • Das Veranstaltungsareal könnte man vielleicht ein wenig vom Campingareal abtrennen. Ansonsten "ernährt" sich jeder vom Kofferraum, was ich prinzipiell als sehr angenehm empfunden habe. :-)

Nachtrag:

Der von den Veranstaltern eingeplante Vollmond (??) hat an diesem Tag so manches Pärchen zusammen finden lassen. Aber so solls auch sein.

Make love not war!

(Um zur Fotoreportage zu kommen, einfach auf eines der Fotos (rechts) klicken.

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AutorInnen

Martin Aschauer

Martin Aschauer

Ich gehöre zu den Personen die von Anfang an dabei waren. In FM5 steckt nicht nur viel Zeit sondern auch ganz persönliches von mir. Im Moment habe ich mich ans Doktorat gemacht. Ich gehöre wohl zu den Personen, die nie Zeit haben...

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