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musik

Donaufestival Tag 6.

2008-05-03 03:50:32

  • Festival Krems Donau
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Krankheit, Gesundheit und ein schwerer Abschied. Mein letzter Tag am Donaufestival 2008.

Aids Wolf.

Gleich nach zwei angsteinflößenden Sachen hat sich diese junge Band aus Montreal benannt, die den 6.Tag des Donaufestivals in Halle 1 eröffnet. Was die Sängerin von Aids Wolf gerne tut: sich wie eine Fledermaus anziehen, sich das Mikrofon-Kabel um den Hals wickeln und von der Bühne springen um mit dem männlichen Publikum höchst erotisierend zu kuscheln. Was ihre drei Kumpanen gerne tun: sich völlig identisch kleiden und kniend Gitarre spielen. Man sieht ihnen gerne zu, wenn sie auf der Bühne, unterhalb der Bühne und auf den Verstärkern herumhüpfen. Experimenteller Noise, der sich hören und sehen lassen kann.

You+Me+Music = Us.


Eine einfache Gleichung, die uns Planningtorock auch heute wieder präsentiert. Denn obwohl ich ihre umwerfende Performance schon gestern gesehen habe, bestaune ich sie heute noch einmal, um die Sache ein bisschen aus der Distanz beobachten zu können. Doch das funktioniert nur bedingt. Sobald man die ersten Töne von Planningtorock vernimmt ist man wieder mitten drin in diesem Sturm aus Bildern, Sounds und Gefühlen. Und hier sei nun gesagt, dass dies mein eindeutiges Donaufestival-Highlight war.

Gesundheit!

Kurz überlege ich mir das Konzert von Health gegen eine Mütze voll Schlaf einzutauschen, bin aber dann doch froh, dass ich das nicht getan habe. Vier junge Typen in engen Jeans und mit großartig-seltsamen Geräusch-Instrumenten bewaffnet bespielen Halle 1 und geben sich’s voll, um es salopp auszudrücken. Da wird getanzt, gesprungen und das elektronische Equipment wird am Boden liegend, kniend oder sitzend betätigt. Einfach nur wunderschöner Krach und sicher auch Gesundheits-fördernd.

Keep banging on the door.

Selten bis nie habe ich es erlebt, dass eine Band auf der Bühne so viel Spaß hat, wie bei The Go! Team. Wahnsinn, wie wunderbar die drei Damen und die drei Herren auf der Bühne harmonieren und auch funktionieren. Es scheint als könnte jeder von ihnen alles spielen, andauernd werden Instrumente getauscht. Einmal singt die, dann wieder der. Und traurigerweise erlebe ich es in diesem Jahr zum ersten Mal am Donaufestival, dass eine richtige Party stattfindet. Endlich bewegt sich mal was, und zwar wirklich die ganze Halle. The Go! Team empfehlen ihren Fans vor dem Konzert Dehnübungen zu machen – ein wirklich sehr nützlicher Rat, wenn man am nächsten Tag nicht mit einem Muskelkater aufwachen will.

Verlass die Stadt, nun leider doch.

Bombastischer hätte das letzte Konzert des Tages nicht sein können, doch es war nicht nur das letzte des Tages, sondern für dieses Jahr auch das allerletzte Donaufestival-Konzert für mich. Hier endet meine Berichterstattung von einer Woche angst, obsession und beauty. Wieder einmal bin ich begeistert, wie viel neues ich jedes Jahr in Krems kennenlerne und wie viel Spaß dieses Festival und das ganze Drumherum machen. Schön, wenn man dabei sein durfte. Morgen wird das Fischerspooner-DJ-Set das Festival dann offiziell beenden und es bleibt einem nicht mehr, als sich auf nächstes Jahr zu freuen. Ich möchte mich mit den Worten von The Go! Team verabschieden:

Vielen Vielen Dankeee.

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AutorInnen

Christian Pausch

Christian Pausch

...und ich wär' hier so gerne zu hause,

denn die Erde ist mein Lieblingsplanet.

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