Sport ist Mord? Mitnichten. Austrofred, sonst eher auf heimischen Bühnen anzutreffen, widerlegt diese These mit seiner DVD “Fit mit Austrofred”. Darauf sind verschiedenste Übungen zu finden, die für das Wohl des menschlichen Körpers sorgen.
Es beginnt mit einem historischen Exkurs: „Noch vor wenigen Jahren war Österreich ein weißer Fleck auf der europäischen Fitness-Landkarte. Sicher, man hat gewusst, die Spitzensportler, der damalige Toni Polster zum Beispiel, oder der Andi Ogris, die trainieren sehr viel für ihren Brotberuf, machen täglich ihre Kniebeugen undsoweiter, aber für den kleinen Mann auf der Straße waren
Fitness, Wellness und
Workout noch keine Begriffe des täglichen Lebens. Weil das war ja nur etwas für die Spinnerten. Noch in den frühen Neunzigern wäre ein jeder vernünftige Österreicher, wenn er einen Nordic Walker die Landstraße entlangsporteln gesehen hätte, aus dem Auto gesprungen und hätte ihm eine gerissen. Heute walkt er selber.“ (Zitat: Booklet der „Fit mit Austrofred“-DVD)
So weit, so gut! Es ist also der Sport, der es dem allseits beliebten Austrofred angetan hat.

„...91, 92, 93, 94, ...“
„A sane mind...
Er rennt. Er schwitzt Blut. Er keucht. Er streckt und dehnt sich. Und: Er macht Posen, die ihm keiner so schnell nachmacht – Coolnessfaktor 100 also! Die Rede ist von „Queen“-Fan Nummer eins, von Austrofred. Gemeinsam mit seinen Freunden und Kollegen Klaus Mitter (Buch, Idee und Regie) und Suzuki „Schneckerl“ Yokohama (Musik) produzierte er im Jahr 2002 die DVD „Fit mit Austrofred“. Darauf fungiert er als treibende Kraft, als solide Sportkanone, ja als exzessiv athletischer Freak.
Wie es dazu kam, dass sich der sonst auf der Bühne von Schweiß durchnässte „Rockkünstler“ für ein Sportvideo vor die Kamera locken ließ, merkt er im Booklet an: „Auf die geniale Idee zu diesem Video bin ich übrigens gekommen, wie mein Assistent und späterer Regisseur Mitter Klaus einmal während der Aufwärmübungen vor einem Konzert in Wels zu mir gesagt hat,
Fred, wenn du deine Liegestützen machst, dann schaut das eigentlich extrem geil aus. Das sollten wir direkt einmal abfilmen für ein Video, nämlich für ein Fitnessvideo. Und so ist mir das dann eingefallen.“
...in a healthy body.“ (Sokrates)
Das Besondere an dieser letzten Herbst reproduzierten DVD ist der Umstand, dass der Kunde nach Erwerb mehr als üblicherweise bekommt: “Allerdings muss man, wenn man heutzutage eine DVD zu einem halbwegs menschenwürdigen Preis verkaufen will, immer auch ein wenig Bonus-Material hinaufschaufeln, ein paar Raritäten oder was, sonst frisst dir das der Kunde nicht. Zum Beispiel sogenannte
Outtakes, also nicht im quasi Hauptfilm verwendete Szenen. Für den Cineasten ist so etwas im Fall von „Fit mit Austrofred“ natürlich extrem interessant, weil der kann hier beispielsweise die vielen witzigen Einwürfe, mit denen ich mein Trainingsprogramm auflockere, direkt von der Entstehung weg verfolgen. Erst wenn man sieht, mit was für einer Konsequenz und Disziplin ich von Take zu Take die verschiedensten sportlichen Finessen entwickle, die im fertigen Film den Zuschauer dann so leichtfüßig und originell überraschen, erkennt man,
aha, das ist schon eine Kunst auch, die der Austrofred da produziert teilweise.“
Spätestens jetzt muss der geneigte Sportler also wissen: Nur durch sportliche Betätigung kann man es im Showbusiness schaffen! Außerdem: Dieser „Wellness-Klassiker“ ist eine Bereicherung, die gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Allerdings sollten Konsumenten im Stande sein, zu unterscheiden und eine klar ersichtliche Trennlinie zu ziehen: DVD ist fernsehen ist faulenzen (zumindest körperlich!). Joggen ist schwitzen ist Sport betreiben.
Die DVD „Fit mit Austrofred“ ist auf der Homepage des Künstlers erhältlich.