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kreatives

Die Nacht des Lebens

2007-04-02 00:10:58

Es gibt Abende, an denen alles möglich ist. Vor kurzem erfolgt.

Der Körper ist geil. Geil auf die folgende ultimative Nacht. Die Nacht des Lebens. Eine Nacht nämlich, in der alles möglich ist. Hauptsächlich aber das Verwalten konstruktiver, der Nachwelt zur Verfügung stehender, immens wichtiger Gedanken und die Archivierung dessen in den Untiefen des Computers. Weil digital ist besser und so. Jedenfalls ist der Körper geil. Geil auf etwas Bevorstehendes, dessen Potenzial noch gar nicht ermessen werden kann. Aber der Verstand prophezeit es bereits: Diese Nacht wird brennen. Wie die Twin Towers, nur im positiven Sinne. Weil es die kommende Nacht ist, die einem erlaubt, das schier Unmögliche, Grenzenlose zu erreichen: Die verbale Katharsis. Und es sind jene wertvolle Stunden, die nur die Nacht schenken kann: Die helle, träge Seite des Tages ist viel zu dumm dazu. So muss man sich als Antichrist, der höchstens in der Dunkelheit der Nacht den Allmächtigen erkennen kann, auf die geilsten Stunden vorbereiten, indem die Dinge, die geradezu nach einer weit ausladenden Behandlung schreien, für eben jene Stunden, in denen der Mond der Sonne seinen Mittelfinger entgegenstreckt, aufgehoben werden. Ja, ein Muss. Absolut. Nennt mich einen Wahnsinnigen. Aber Kunst verlangt Besessenheit! Beseeltheit ist Nacht ist geil. Aus.

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AutorInnen

Johannes Rausch

Johannes Rausch

"Von Beginn an ist Johannes ein hedonistischer Charakter und Ästhet – im Sinne Kierkegaards – der nur darauf aus ist, Cordelia zu verführen." (Wikipedia)

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