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Die Entschleunigung der Rockmusik

2007-12-02 20:37:08

  • Nothingbutnot CoverLausch
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  • Lausch2 lauschubrücke
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Mit ihrem Album "Nothing but not" feiert Lausch ein erfolgreiches Banddebüt und bringt dadurch frischen Wind in Österreichs Musikszene.

Schon allein der kryptische Titel Nothing but not lässt ahnen, dass dieses Hörwerk kein Neuaufguss mainstreamlastiger Rockmusik ist, wie sie momentan von den meisten Radiosendern in endloser Wiederholung präsentiert wird. Eher wollen die Jungs von Lausch gerade diese klischeehafte Musik durchbrechen, was sich auch in ihrer selbst gewählten Stilbezeichnung, dem „postmodernen Gitarrenrock“, widerspiegelt. Zwölf Songs und eine knappe Stunde Musik zeigen zweifellos, dass dies auch gelungen ist.

Rock und darüber hinaus

Auch wenn der instrumentale Opener Italo noch eine härtere Gangart evoziert, eröffnen die restlichen Songs der Platte einen atmosphärischen Kosmos, der weit über die Grenzen des klassischen Rocks hinausgeht. Die Band schafft es mit Hilfe einer minimalen Triobesetzung (Gitarre, Bass, Schlagzeug mit Gesang) einen eigenständigen Sound durchgängig beizubehalten, wodurch das Album zu mehr, als einer Ansammlung von Einzeltiteln wird. Innovative Gitarrenriffs gepaart mit einem virtuosen Bass und einem omnipräsenten Schlagzeug schaffen eine stets durchlässige Grundlage für den einfühlsamen Gesangsstil von Alexander Lausch, der häufig an berühmte Vorbilder wie Creed oder Soundgarden erinnert.

Auffallend dabei ist vor allem die Minimalisierung und Entschleunigung der Musik. Bezeichnenderweise heißt der Song, der diese Mittel am extremsten umsetzt, auch noch Slow Motion. Auf Grundlage eines einzigen Gitarrenriffs komponiert Lausch darin ein vielfältiges Konstrukt, das sich aus sich selbst heraus erschafft und zu etwas Größerem, Atmosphärisch-Hymnischen hin entwickelt. Die Musik bewegt sich dabei ständig um die eigene Achse, wodurch eine meditative Welt eröffnet wird, die aber eine starke Tendenz dazu hat in musikalische Langeweile umzuschlagen. Daher kann von den rockigen Nummern der Platte neben Slow Motion lediglich das an den Opener Italo angelehnte Tonight I killed the Hives restlos überzeugen. Interessanter sind dagegen die eher untypischen Stücke wie das poppig-melodiöse Exact, das funklastige Along oder das melancholische Way Home South, welches gar ein wenig an Norah Jones erinnert.

Insgesamt präsentieren Sänger und Gitarrist Alexander Lausch, Bassist Arnold Zanon und Schlagzeuger Matthias Böhm dem Zuhörer ein solides Rockalbum, welches das große Potential der Band aufzeigt. Fazit: Hörgenuss abseits populärer Stereotype.

Nothing but not
ist auf LIMuPic Records erschienen und bereits im Handel erhältlich.


Gewinnspiel:

Wer die neue CD von Lausch nicht kaufen möchte, kann diese auch bei FM5 gewinnen. Einfach ein Mail mit dem Betreff Lausch an gewinne(at)fm5.at schicken und folgende Frage bis 15.12.07 richtig beantworten: Welche berühmte Band schickt Lausch auf ihrem neuen Album über den Jordan?

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