2008-01-28 15:42:07
Über frühlingsbedingte Gefühlsverwirrungen.
„Wieso“, denke ich mir, „kann nicht das ganze Jahr Frühling sein, 365 Tage lang geballte Sonnenscheinstimmung herrschen?“ Der Blick ändert seine Richtung, von den frischen grünen Wiesen zu den etwas kahlen Bäumen. Und dann denke ich weiter: „Das Stimmungsbild dieser Tage, jene Abkehr von trist-trüben in Richtung feucht-fröhlicher Gedanken, ist angenehm. Sonderbar, denn eigentlich unterscheidet es sich doch nicht sonderlich von dem in der Weihnachtszeit, oder? Überall Gefühle. Ja, aber im Unterschied zu Wintergefühlen, merkt man jetzt doch, dass es bergauf geht. Vielleicht ist es ja wirklich nur dieses kleine Etwas, das die Differenz ausmacht.“
Die Lippen machen eine Bewegung, als ob sie pfeifen wollten. Kaffee wird aufgesogen. In den Tagen vor dem Geschlechtsverkehr, der schließlich zu einer Schwangerschaft führen soll, ist dem Mann geraten, keinen Kaffee zu sich zu nehmen. Komisch, plötzlich entsteht ein gewisses Unbehagen, man kann es auch Angst nennen, vor dem Ozonloch. Also nicht vor dem Loch, vor den durchdringenden Strahlen. Doch Schmerzen sehen auch anders aus.
Das Herz, eine Aktie
Man sollte ja echt nicht zu viel in die Natur gehen, jetzt. Das wirkt sich äußerst aus. It `s like touching the sky. Das läuft dann so ab: Das Herz schwankt – mein Herz ist eine Aktie, Baby! – zwischen Hoch- und Tiefpunkten, zwischen diversen Extremstellen. Bloß, wie soll man das beschreiben? Natürlich, es ist egal, wie es ankommt. Aber es gibt derart viele Wege, Gefühle zu beschreiben und man wählt trotzdem immer, quasi automatisch, den beschissensten. Wie auch immer, der Körper will nichts tun, will faulenzen. Trotzdem: Gräm dich nicht, Herz! Las Vegas steht vor der Tür.
"Von Beginn an ist Johannes ein hedonistischer Charakter und Ästhet – im Sinne Kierkegaards – der nur darauf aus ist, Cordelia zu verführen." (Wikipedia)
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