2007-04-02 00:10:52
Und wieder einmal beweist Mike Patton, dass er den richtigen Beruf gewählt hat: Mit seinem neuesten Projekt Peeping Tom präsentiert er auf dem aktuellen, selbstbetitelten Album elf Kracher, die es in sich haben. Weil: Multitasking lohnt sich!
Die Person Mike Patton muss nicht näher beschrieben werden – sie wurde es ohnehin schon zu oft. Kurz: Ein kreatives Ass, das seine experimentellen Ideen in Form von zahlreichen, diversen Musikgattungen absorbierenden Projekten (Tomahawk, Fantômas, Mr. Bungle; und Kollaborationen mit John Zorn, X-Ecutioners und Björk) umsetzte und dabei stets jedem Werk seinen eigenen Stempel aufdrückt. Ein Pädagoge würde ihn wohl als einen hyperaktiven Spastiker, der kein Sitzfleisch (positiv gemeint!) hat, bezeichnen.

Foto: Wikipedia
Hyperaktives Herumdoktern
Jüngst veröffentlichte Patton mit seinem aktuelen Projekt Peeping Tom auf seinem eigenen Label Ipecac ein neues Album namens „Peeping Tom“ – benannt nach einem im Jahre 1960 produzierten Horror-Film – auf dem Kaliber wie Dan The Automator, Amon Tobin, Kool Keith, Massive Attack, Norah Jones und Dub Trio zu hören sind. Dies kam ganz konventionell zustande: Patton informierte sie per Telefon und/oder E-Mail, die Internetleitungen wurden mit wüsten Soundfiles belastet (weil er, wie von ihm behauptet, keine guten Beats produzieren kann) und fertig war die Platte – nicht zum Nachteil der nach ihm lüsternen Hörerschaft. 11 grandiose, hyperaktive, geniale Lieder, die Titel wie „Five Seconds“ (feat. Odd Nosdam), „Kill the DJ“ (feat. Massive Attack) oder „We `re not alone“ (feat. Dub Trio) haben, finden sich da ein. Jedenfalls beweist dieses Opus auf kluge Art und Weise, dass sich kontinuierliches Arbeiten und Verfolgen einer Sache lohnt. Herr Patton, bleiben Sie uns noch lange erhalten!
"Von Beginn an ist Johannes ein hedonistischer Charakter und Ästhet – im Sinne Kierkegaards – der nur darauf aus ist, Cordelia zu verführen." (Wikipedia)
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