2007-04-02 00:10:50
Ohne ihn würde sich die österreichische Bundeshauptstadt noch in einem mittelalterlichen Dornröschenschlaf befinden – zumindest was die Musik betrifft: Gerhard Potuznik. Anfang März erschien sein neues, ausnahmsweise für das Hobby-Projekt GD Luxxe produziertes Album namens „Make“. Aber nicht, dass er Stress hätte, dieser Mann!
Ohne ihn würde sich die österreichische Bundeshauptstadt noch in einem mittelalterlichen Dornröschenschlaf befinden – zumindest was die Musik betrifft: Gerhard Potuznik. Zuvor aufgefallen durch einen exzessiven Konsum tonaler Warengüter. Verschrien als ewiger Produzent diverser renommierter Bands und Entwickler legendärer Beats, die sich in den Gehörgängen der Hörer festsetzten. Anfang März erschien sein neues, ausnahmsweise für das Hobby-Projekt GD Luxxe produziertes Album namens „Make“. Aber nicht, dass er Stress hätte, dieser Mann!
Multi-Tasking und Geniestreich galore
In den grauen, depressiven 80ern, hörte er Bands wie Joy Division, The Cure, The Sisters Of Mercy und The Smiths. Bands also, die man – sofern man sich einige Songs anhört – nicht gerade mit Gerhard Potuznik assoziieren würde. Doch anstatt selber eine Band zu gründen, kaufte er sich liebe elektronische Geräte wie einen Drum-Computer, Synthesizer und Sampler. Musik hat er immer schon bis zum Exzess gehört und so war der Schritt zur mehrfachen Beschäftigung mit der Musik ein logischer. Er macht ein paar Platten, macht musikalische Reisen (die wohl erwähnenswerteste, weil seinen Musikgeschmack durcheinander bringende war die im Jahre 1988 nach London, wo er auf einer Acid-House-Party einen TB-303 – einen Analogsynthesizer – „kennen lernt“) und wird irgendwann stolzer Besitzer bzw. Gründer von Cheap Records, das er sich mit Patrick Pulsinger teilt. Natürlich ist das nicht alles: Ganz „nebenbei“ produziert er zahlreiche Alben; zum Beispiel von den Chicks on Speed, aber auch jüngst von Zeebee und Bunny Lake. Zusätzlich betreibt er auch noch mit dem Wahlwiener Cartoonisten Tex Rubinowitz das Label Angelika Köhlermann. Getrost darf er also als Multi-Tasking Person durchgehen. Doch bekanntlich braucht jeder Mensch ein Hobby, das bei Potuznik sein Projekt GD Luxxe (GD steht für Gerhard) darstellt.

Foto: www.angelika.koehlermann.at
Mit eben jenem produzierte er soeben das 7. Album namens „Make“, das mit innovativen Beats und – wie immer(!) – teils feinfühligen („Your airlines“), teils etwas rockigeren („Brick“) Songs zu überzeugen weiß. Er setzt Gitarren ein, singt dazu („Be a member, be a part of it/fear the ones that you `ve left behind…“; „IFY“), demoliert mit brachialen Klängen die üblichen Konventionen der Musik und sprengt wieder einmal die Grenzen. Geschickt ist er nämlich imstande, seine Töne abwechslungsreich wie möglich zu wählen; und das Geniale dabei ist, dass er auch nicht vor einem Schlagzeug oder – wie zuvor erwähnt – einer Gitarre zurückschreckt. Wird also einmal die Musik von einer Apokalypse bedroht, Gerhard Potuznik wird uns, und damit das christliche Abendland, definitiv retten. So bleibt noch zu sagen: Dieser Mann hat eine göttliche Gabe: Er kann machen, was er will – es wird immer gut!
"Von Beginn an ist Johannes ein hedonistischer Charakter und Ästhet – im Sinne Kierkegaards – der nur darauf aus ist, Cordelia zu verführen." (Wikipedia)
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