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musik

Das war das Seewiesenfest 2004

2007-04-02 00:11:02

Und ich bin schon mal dort gewesen an / diesem schönen Ort / und ich habe die Nacht gesehen und am Tag / musste ich gehen...

Die Rede ist von dem kleinen Ort namens Kleinreifling, wo am 29. Mai bereits zum elften Mal das Seewiesenfest stattgefunden hat. Das Seewiesenfest ist in zweierlei Hinsicht etwas Besonderes. Auf der einen Seite ist es so etwas wie der Auftakt der Festivalsaison und auf der anderen Seite besticht es durch die dort vorherrschende Gemütlichkeit und dem beeindruckenden Festivalgelände. Dieses befindet sich nämlich neben einem Fluss und wird umringt von zahlreichen Bergen, die beschützend auf die Festivalbesucher herabblicken. Weiters schien an diesem Tag - was bis dato für dieses Jahr eher untypisch war - die Sonne, und somit stand einem tollen Festival nichts mehr im Wege, vorausgesetzt man findet es.

Die Fm5-Crew hatte damit so ihre Schwierigkeiten und somit verpassten wir die ersten drei Bands. Geschafft, aber sichtlich froh, betraten wir mit schnellem Schritt - zu den anspornenden Klängen Petsch Moser's - das Gelände, um sofort den vereinbarten Interviewtermin mit "Broken Social Scene" wahrzunehmen. Währenddessen beeindruckten bereits die "Stars" aus Kanada mit ihren unglaublich gefühlvollen Liedern das Publikum. Das Konzert war - vorweggenommen - einer der Höhepunkte dieses Abends. Leider verirrten sich aber nur ganz wenige Zuhörer in das Zelt, in der die Bühne aufgebaut war. Stattdessen saß der Großteil des Publikums zu Recht auf Decken oder Bänken außerhalb des Zeltes und streckten ihr Gesicht in Richtung Sonne. Ergo war die Stimmung vor der Bühne gleich null - schade!

Nach den "Stars" war "Tigerbeat" an der Reihe und beinahe mit dem ersten Akkord drangen immer mehr Leute auf das Festivalgelände und in Richtung Bühne. Mit dem Konzert von "Tigerbeat" neigte sich der Tag dem Ende zu und die Sonne verschwand hinter den Bergen. Der Zeitpunkt für "Angelika Express" war gekommen. Die Sakko tragenden Herren aus Deutschland heizten dem Publikum ganz schön ein und es verbreitete sich ein Hauch von ausgelassener Stimmung über die zahlreiche Festivalgemeinde, was bei der mittlerweile aufkommenden Kälte fast an ein Wunder grenzte.

Dicht zusammengedrängt warteten die Besucher nun auf die letzte Band des Abends, die den Namen "Broken Social Scene" trägt. Von dieser Band konnte ich mich an diesem Abend nur Überraschen lassen, da es mir im Vorfeld nicht gelang, einige musikalische Informationen zu erhaschen. Und es war großartig mitanzusehen, wie es neun musikbegeisterten Menschen gelang, Töne in Melodien zu verwandeln. Diese drangen einem sanft ins Ohr und lösten dort ein zufriedenes Gefühl aus. Zu meinem Glück sahen das die restlichen Festivalbesucher genau so wie ich und forderten von der Band einige Zugaben. Schließlich endete das Konzert mit einem heftigen Gitarrengewitter, das langsam und sanft über unsere Köpfe hinwegfegte.

Wenn es am schönsten ist, soll man bekanntlich aufhören. Vom Aufhören war keine Rede, aber vom Heimgehen. Mit Heim meinte ich an diesem Abend das am Campingplatz stehende Auto. Kalt, aber schön - und das nächste Jahr bitte wieder!

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AutorInnen

Marco Weise

Marco Weise

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