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musik

Das Glück liegt in der Melodie

2007-04-02 00:11:25

Ms. John Soda veröffentlichen dieser Tage ihr neues Album „Notes And The Like“. Dabei wird mit musikalischen Elementen elektronischer Natur, ein Gefühl der allumfassenden Leidenschaft vermittelt.

Mit ihrem bislang – äh – größten „Hit“ „Go Check“ aus dem im Jahre 2003 veröffentlichten Erstling „No P. Or D.“ verschafften sich Ms. John Soda bei dem einen oder anderen Musikliebhaber einen Platz im heimischen CD-Regal. Auch einige Musikjournalisten widmeten sich dem aus Weilheim (Deutschland) stammenden Duo Stephanie Böhm und Micha Acher. Ergo wurde Ms. John Soda auch ein Platz an der breiten Öffentlichkeit eingeräumt – auch wenn dieser nur von kurzer Dauer war.

Widmete man sich beim Debüt dem zu dieser Zeit noch eher unverbrauchten Indierock mit Knusperelektronik, so beschränkt man sich auf dem nun veröffentlichten Werk „Notes And The Like“ zur Gänze auf elektronische Hilfsmittel. Die Gitarre dient dabei nur mehr als Füllinstrument – und wird sie bedient, so klingt das eher laienhaft: zwei, drei Akkordfolgen werden eingespielt, geloopt und danach wieder partiell aus der Konserve geholt. Nicht gerade spektakulär, werden sich jetzt einige von euch denken. Stimmt (zum Teil) ja auch! Aber genau wenn man sich das beim Hören denkt, wird man mit einer Melodie konfrontiert, die wie eine Droge wirkt – nämlich gefühlsverstärkend. Darauf legen sie himmlische Streicher-Arrangements und wenn sich dann noch die wunderbar zerbrechliche Stimme von Stephanie Böhm subtil hinzu gesellt, ist es völlig um einen geschehen. Da kann es vor lauter Glücksmomenten schon passieren, dass man an einem kalten, grauen Wintertag die warme Sonne spürt, obwohl diese gar nicht scheint.


Micha Acher und Stephanie Böhm sind Ms. John Soda

Diese musikalische Raffinesse kommt auch nicht von ungefähr, denn der männliche Teil von Ms. John Soda, Herr Acher, ist auch bei den fabulösen Weilheim-Göttern The Notwist tätig. Dieser Formation gelang mit ihrem letzten Studioalbum „Neon Golden“ ein wahres Pop-Meisterwerk. Dabei wurden Töne in faszinierender Art und Weise zu Melodien geformte, die einem das Herz öffnen. Genau dieses, nicht allzu einfache Vorhaben gelingt Ms. John Soda nun auch auf „Notes And The Like“.

Songs wie „A Nod On Hold”, das Disco-taugliche „No. One“ oder das wohl beste Stück „Hands“ erheben dieses Album zu einem zwingenden und ehrlich-pathetischen Popalbum. Zurzeit wohl das Beste, das im deutschen Sprachraum erhältlich ist. Bei meiner Ehr!

Das (vorerst) einzige Österreich-Konzert spielen Ms. John Soda am 18. April im Wiener WUK.

"Notes And The Like" wurde bereits via Morr Music/ Indigo veröffentlicht.

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AutorInnen

Marco Weise

Marco Weise

Mein Leben befindet sich zurzeit in Bearbeitung. Ich bitte deshalb um etwas Geduld. Danke.

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