Wer jetzt an das mittlerweile
berühmte New Yorker Label (
Rapture, LCD Soundsystem, Radio 4) denkt, liegt falsch. Bei Death From Above 1979 handelt es sich um zwei aus Toronto stammende Kanadier, welche mit ihrem Debüt Album
„You’re a Woman, I’m a Machine“, das kompromissloseste Album des Jahres 2005 auf den Markt brachten, das vor allem die Freunde des Harten und Schnellen auf dessen Seite zog.
Jetzt legen sie noch ein eine Remix-Sammlung nach, um den bereits zahlreichen Fans die Wartezeit bis zum neuen Album zu verkürzen.
Schon am Cover erkennt man, dass dieses Album für die Clubs dieser Welt geschaffen wurde. Mit frisch geschnittenen Haaren und frisierten Bärten geht es headbangend in Richtung Nachthimmel.
Der Rüssel schwingt im Beat
In letzter Zeit ist es in, sein Indie-Rock-Album in DJ-Hände zu geben und es elektronisch veredeln zu lassen. Was seit Beginn der Musik in den Clubs und DJ-Kreisen alltäglich ist, hält nun auch bei uns zuhause Einzug.
Aber im Gegensatz zu anderen Remix-Alben ist
„Romance Bloody Romance“ weit mehr ausgesuchter. Denn legendlich fünf der 13 Songs sind auf dem Original-Album vertreten. Dass dabei zwei Songs (Romantic Rights und Black History Month) jeweils 4mal vertreten sind, mag verwundern, aber jeder dieser Songs hat durch den jeweiligen DJ eine Eigenständikeit erhalten und somit auch seine Daseinsberechtigung. Der unterschiedliche Beat, die verzerrten Gitarren, mal schneller, mal kratzig und dann wieder ganz leise, nach kurzer Zeit überkommt es einen, die akute Lust heute Abend shaken zu gehen.
MSTRKRFT, Justice, Josh Homme - alles Namen, die wissen was sie tun.
Auch wenn sich der
Queens of the Stoneage-Frontman,
Josh Homme, an den Plattentellern versucht und den langsamsten Song beisteuert. Ganz untypisch, auf das Notwendigste beschränkt, sticht vor allem sein Track wohlwollend heraus. Das
DFA 1979 sich hervorragend als Remixpartner eignen, weiß der Kenner schon seit dem hervorragenden Mix am
Bloc Party-Remix-Album. Auch auf "
Romance Bloody Romance" ist ein gefeaturter Track vorhanden. Die weichen Beats von Final Fantasy zeigen den harten Jungs, wie sie auch die Disco-Gemeinde für sich gewinnen können.
Der Elefant rockt, auch am Dance-Floor.