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musik

Dü dü dü - dü dü dü - dü dü dü dü dü

2007-04-02 00:12:24

„Costello Music“ nennt sich das spritzig-witzige Debütalbum der drei vermeintlichen Fratelli-Brüder aus Glasgow, das sie kürzlich live in der Arena Wien servierten.

„Costello Music“ nennt sich das spritzig-witzige Debütalbum der 3 vermeintlichen Fratelli-Brüder aus Glasgow.
 
 
Marc Bolan (T.Rex)-Double Jon Fratelli
 
Auf den Nachnamen Fratelli hört ja angeblich nur einer von den Dreien, aber anscheinend gefiel der den anderen so gut, dass sie sich kurzerhand selbst und gleich auch die ganze Band danach benannt haben. Und ganz zufällig lautet die deutsche Übersetzung des aus dem Italienischen stammenden Wortes Fratelli soviel wie Brüder, Geschwister. Jon (Gitarre, Gesang), Barry (Bass) und Mince (Drums, Gesang) Fratelli kommen aus dem schottischen Glasgow und gelten momentan als der neue heiße Scheiß von der Insel. Dafür gibt es vor allem 3 Gründe: erstens ihre fulminanten Liveshows, zweitens Jon Fratelli´s süßer Lockenkopf und drittens ihre bierlaunigen lalala-Mitsingchöre par excellence. Songs, die man bereits nach dem ersten Mal Hören mitsingen kann, das ist die Stärke der Fratellis. Und damit man sich nicht erst die Refraintext runterhorchen muss, lauten diese etwa wie folgt: „dü dü dü - dü dü dü - dü dü dü dü dü...“ (Chelsea Dagger) oder „ba da ba ba da da da da...“ (Flathead).
 
 
und noch einmal...
 
Wir haben es auf „Costello Music“ also mit unbeschwertem Feelgood-Rock zu tun, hier ein wenig Ska („Henrietta“), da ein wenig Schunkelpop („Whistle For The Choir“) und sogar eine waschechte Bluesrocknummer („Doginabag“) offeriert das Album - das ganze garniert mit allerlei Slapstick-Elementen. Die musikalischen Klauereien, oder nennen wir´s lieber Einflüsse, reichen von T.Rex über Madness bis hin zu den frühen Beatles. Und bei „Vince The Loveable Stoner“ überrascht die Band gar mit dem Instrumentalthema aus „Der Dritte Mann“.
 
 The Fratellis beim FM4=12 Fest, Arena Wien
Fotos: (c) Stephan Brueckler
 
 Zugegeben, auf die Dauer können die lalala-Chöre auf dem Album schon mal nerven, wie etwa bei „For The Girl“, wo der Schmäh bereits etwas überstrapaziert wird. Aber was auf Tonträger vielleicht nicht durchgängig klappt, funktioniert live umso besser. Das wissen vermutlich alle, die - in bester Bier- und Tanzlaune - die gehypte Band beim heurigen FM4=12-Fest sehen konnten. The Fratellis haben es geschafft, zu Dritt mehr Druck und Stimmung zu erzeugen als so manch andere vielköpfige Band auf dem Fest.
 
Wer sich nicht unbedingt ein ausgeklügeltes und tiefgehendes Album erwartet und auf Musik steht, die vor allem darauf abzielt, gute Laune zu erzeugen und das Tanzbein zum Zucken zu bringen, ist bei den Fratellis bestens aufgehoben.

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