2008-02-02 11:27:33
Creative Commons wurde seitens der Wirtschaft lange Zeit belächelt. Diese Zeiten sind nun vorbei.
CC goes
Business - Die Zeit des Belächelns ist vorbei
Sträuben
sich die Verwertungsgesellschaften im deutschsprachigen Raum noch ihre Angebote
für Musik von Creative Commons Künstlern zu öffnen, haben sich andere für den
Creative Commons Sektor bereits geöffnet – und sich damit bereits einen
Wettbewerbsvorteil verschafft. Die Verwertungsgesellschaften stehen
untereinander bereits im freien Wettbewerb. Die niederländische
Verwertungsgesellschaft Bumra-Stemra hat ihren Künstlern ermöglicht unter
Creative Commons non commercial zu publizieren. Wie viele österreichische Künstler bereits abgewandert sind, ist noch
unklar. Die Sinnhaftigkeit einer Abwanderung ist im Moment außerdem in Frage zu stellen, da das Bumra/Stemra Modell weitgehenst ein PR-Gag ist, da Bumra/Stemra Creative Commons für sich neu definiert hat und damit eigentlich eine neue Lizenz geschaffen hat.
In Europa
hat die französische Plattform Jamendo eine Vorreiterrolle eingenommen. Jamendo hat – was in Österreich fast unmöglich gegolten hat – Investoren für ihre
Plattform gefunden. Jamendo bietet Creative Commons Künstlern in einem
internationalen Umfeld eine Plattform, beteiligt die MusikerInnen an den
lukrierten Werbeeinnahmen und ermöglicht ihren Artists über ein Donation
(Spendensystem) weitere Mehreinnahmen.
Von CC-Verlagen bis zu CC-Labels
Die Palette
an Geschäftsideen ist breit. International haben vor allem zwei Projekte
gezeigt, dass CC nicht zu einer Verkürzung der Wertschöpfungskette darstellt und
über die Ausschaltung unnötiger Zwischenhändler wirtschaftlich interessant ist,
sowohl für Künstler als auch für Betreiber. Der Slogan von Maganatune ist „we are not evil“, denn das Record Label hat
einen anderen Zugang zum Business. Magnatune schließt direkt mit Künstlern
einen Vertrag ab und bietet derzeit rund 500 ausgewählte Alben an. Man kann
diese gratis per Stream anhören und ab $5 runter laden - was auf den ersten Blick nicht neu erscheint. Neu ist aber, dass Magnatune sofort und per Mausklick
die Verwertungsrechte dieser Songs anbietet. In diesem Sinn hat Magnatune das
Aufgabengebiet eines Verlags mit übernommen und Creative Commons hilft ihnen bei
der Abwicklung dieser Tätigkeit. Jeder, der einmal versucht hat weltweit
Musikrechte zu klären, weiß, dass dies eine Revolution darstellt.
Die Geschäftsidee
von beatpick.com beispielsweise deckt sich mit jenem
von Magnatune - außer, dass der Sitz der Firma sich auf einem anderen
Kontinent befindet. Weltweit, umfassend, schnell und kostengünstig werden die
Verwertungsrechte angeboten. Der Künstler bekommt dabei 50 Prozent des
Verkaufserlöses, was in den meisten Fällen mehr ist als es bisher der Regel
entsprach und in Einzelfällen ist der Deal für den Rechtekäufer ein Schnäppchen. Wird
beispielsweise ein Film zum Welterfolg, bekommt der Künstler keine zusätzlichen
Tantiemen daraus. Es gilt der vereinbarte Fixpreis.
Ich gehöre zu den Personen die von Anfang an dabei waren. In FM5 steckt nicht nur viel Zeit sondern auch ganz persönliches von mir. Im Moment habe ich mich ans Doktorat gemacht. Ich gehöre wohl zu den Personen, die nie Zeit haben...
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