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musik

Bloc Party – Silent Alarm

2007-04-02 00:11:58

Bloc Party - wieder einmal eine scheinbar aus dem Nichts auftauchende und von der britischen Musikpresse als das neue heiße Ding gehypte Band - verstehen es gekonnt, Rock, Wave und Breakbeats zu einem innovativen Ganzen zu verschmelzen...

Bloc Party - wieder einmal eine scheinbar aus dem Nichts auftauchende und von der britischen Musikpresse als das neue heiße Ding gehypte Band - verstehen es gekonnt, Rock, Wave und Breakbeats zu einem innovativen Ganzen zu verschmelzen.

Was gleich bei den ersten paar Takten der furiosen Eröffnungsnummer „Like Eating Glass“ auffällt, sind die kraftstrotzenden, breakbeatartigen Rhythmen, die aber nicht aus der Konserve stammen, sondern sehr solide von Matt Tong - der seiner Vorliebe für irre Drumbreaks freien Lauf lässt - per Handarbeit eingetrommelt wurden. Zugleich springt die markante Stimme von Kele Okereke ins Ohr, die teils an Damon Albarn (Blur), teils an Robert Smith (The Cure) erinnert. Die Gitarren von Okereke und Russell Lissack schneiden mal messerscharf ins rhythmische Grundgerüst, mal legen sie sich in Form eines flirrenden Delayteppichs darüber. Schließlich vervollständigen Gordon Moakes´ pumpende Bassläufe den sehr eigenständigen Bloc Party-Sound.

 Die Grundstimmung der Songs wechselt zwischen düster, melancholisch („So Here We Are“, „Blue Light“) und aufwühlend-hektisch („Price Of Gasoline“ oder das etwas nervige „Luna“), während Songs wie „Helicopter“ oder „Banquet“ durchaus den Club-Dancefloor zum Beben bringen können. Von „Silent“ kann bei diesem „Alarm“ jedenfalls nicht die Rede sein, da die treibenden, zerhackten Beats und der gepresste, oft verzweifelt klingende Gesang den Puls stets auf Hochtouren halten. Zeit zum Verschnaufen bleibt dabei kaum, weshalb man sparsam eingestreute Ruhepole wie „Blue Light“ oder „Compliments“ gerne annimmt.
 
Obwohl das Album im Sommer '04 aufgenommen wurde, klingt das Ergebnis eher wie die tief verschneite Winterlandschaft am Frontcover. Nur bei wenigen Nummern - z.b. der Singleauskoppelung „So Here We Are“ oder dem fantastischen, sich langsam aufbäumenden Song „This Modern Love“ - fühlt man sogar ein wenig die Sonne hervorblinzeln.
 
Bloc Party liefern nicht gerade ein Party-Album ab (das Wortspiel musste sein), aber überzeugen durch Vielfalt, Eigenständigkeit und ungemein druckvolle Kompositionen…

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