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Blitzkrieg Pop

2007-04-02 00:11:21

T.Raumschmiere vereint auf seinem neuen Album „Blitzkrieg Pop“ unzählige musikalische Stile zu einem alles niederreißenden Gesamtwerk.

Was T.Raumschmiere –  mit bürgerlichen Namen Marco Haas – durch sein zweites Album „Radio Blackout“ in der elektronischen Szene bewirkt und bewegt hat, ist zu diesem Zeitpunkt noch schwer vorauszusagen. Eines ist jedoch klar: Unzählige Musiker haben sich in den rettenden Windschatten des Sound-Zuges von T.Raumschmiere begeben.

Der aus Deutschland stammende – nun ja – Freak hat seinen Ursprung im Heidelberger Punkrock-Underground, wo er sich als Drummer durchs Leben schlug. Später zog er nach Berlin, hatte die erste Begegnung mit einem Laptop, entdeckte seine Liebe zur elektronischen Musik und  gründete das namhafte Label Shitkatapult. Dass Haas sein Faible für brachiale Gitarren-Riffs nie verloren hat beweist er auf seinem am 12. September `05 erscheinenden Album „Blitzkrieg Pop“ in eindrucksvoller Manier.

Attacke!
Auf diesem bestätigt T.Raumschmiere, dass er von dem Motto „Quiet Is The New Loud“ gar nichts hält. Seine Musik hört man auch nicht bei Kerzenlicht, einem Glas Wein oder beim Kuscheln mit der/dem Liebsten,  sondern vielmehr in den dreckigsten und hedonistischsten Clubs, wo einem die Bassläufe mit der Kraft eines tonnenschweren Panzers überrollen und die Hookline brachial ins Gesicht fährt. Dabei bleibt nichts auf seinem Platz, alles wird niedergerissen und verunstaltet.

Auf „Blitzkrieg Pop“ werden unterschiedliche, jedoch zusammenhängende Szenarien beschrieben, in denen – bis auf eine Ausnahme – alle Tracks verarbeitet werden.

Szenario 1: Die Ruhe vor dem herannahenden Krieg: "Intro", "Untitled".
Szenario 2: Während des Krieges: "Sick Like Me", "Diving In Whiskey",  "A Mess", "Blitzkrieg Pop", "An Army Of Watt", "All Systems Go".
Szenario 3: Nach dem Krieg, wo man nur mehr Schutt, Asche und das vorhandene Elend vor Augen hat: "Rumpelkammer", "Der Grottenholm", "Patriot", "3 Minutes Happiness".

Nun kommen wir zu der oben erwähnten Ausnahme: „A Very Loud Lullaby“ tanzt komplett aus der Reihe und ist auf dem Album einfach fehl am Platz. Das liegt wohl am penetranten Gesang von Sandra Nasic, der Ex-Guano Apes Sängerin. Neben Nasic und Haas tragen sich auch noch die wunderbare Ellen Allien, Quasimodo Jones und Judith Juillerat in die Gesangsliste ein.

Haas verlässt sich auf „Blitzkrieg Pop“ wieder auf seine Stärken: 6/8-Beats, Noise und jede Menge Gnarz, zu dem sich erdige Gitarren-Riffs und eine kickende Basedrum gesellen. Die nächste Party kann kommen!

T.Raumschmiere gastiert gemeinsam mit seiner Band am 14. Oktober im Wiener WUK. Wer sich diesen Techno-Rock-Wahnsinn entgehen lässt, ist selber schuld.

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AutorInnen

Marco Weise

Marco Weise

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