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musik

Bela B. gastierte in der Arena

2007-04-02 00:12:30

Bela B. gastierte in Wien, um auch hier zu Lande zu beweisen, dass er auch ohne seine ärztlichen Kollegen einiges auf dem Kasten hat - und das ist ihm gelungen.

„Schaut mal her, wer hätte das gedacht?
Dass der Bela so etwas mal macht?
Ein Solo-Album
Mit Tschingderassabum
Und auch Gitarren gespielt von eurem Grafen“

Wie auch auf seinem ersten Album „Bingo“ eröffnete Bela B. seine Show am 25. September in der Arena Wien mit der „B-Vertüre“: Gut, so richtig überraschend war es nicht, dass nun auch er sich – nach seinem Kollegen Farin Urlaub – auf Solopfade begeben hat. Allerdings war nicht ganz klar, ob er diese Aufgabe auch so bravourös meistern kann. Etwaige Zweifel daran wurden aber schon nach den ersten Nummern seines Konzerts aus dem Weg geräumt, denn eines steht fest: Bela B. ist und bleibt ein Musiker und Entertainer – und zwar ein verdammt guter.

Sein Spektrum an Liedtexten reicht von Blödeleien und kritischen Liedern bis hin zu traurigen, ernsten Zeilen, und er schafft es, sein Publikum zu jedem erdenklichen Zeitpunkt voll unter Kontrolle zu haben. Ja, Frauen lüfteten auch diesmal wieder ihre Shirts, nachdem der Graf ganz nett danach fragte – schließlich habe dies schon Tradition in der Arena – und das, obwohl er ganz untypisch aus seinem Privatleben geplaudert hatte und bekannt gab, dass er nicht mehr zu haben sei – und bei dieser Gelegenheit seine Freundin Sarah Kuttner in Form eines Liedes grüßte, die am selben Abend im WUK in Wien eine Lesung hatte.

Das hinderte ihn allerdings nicht daran bei dem Lied „Traumfrau“ eine junge Dame aus dem Publikum zu sich auf die Bühne zu bitten, um dort mit ihr ein Tänzchen auf das Parkett zu legen. Nun, eine der brennenden Fragen des Abends lautete ja: Wird Bela B. es schaffen seinem geliebten Schlagzeug fern zu bleiben und die Drumsticks seinem Freund und Ex-Schlagzeuger der Gluecifer, Danny Young, zu überlassen? – Soviel sei gesagt: Wer einmal Schlagzeuger ist, bleibt Schlagzeuger! So ließ der Graf es sich nicht nehmen, zumindest für eine Nummer Danny von seinem Hocker zu schieben und – nicht ganz in Bela Manier – sitzend, ordentlich in die Trommeln zu dreschen.

Und auch wenn er für den Rest des Konzerts brav die Gitarre umgeschnallt ließ, so merkte man doch, dass es nicht SEIN Instrument war. Er hielt sich eher an die einfacheren Riffs und oftmals hing der 6-Saiter einfach nur an seinem Körper. Doch das störte ganz und gar nicht, denn auch eine baumelnde Gitarre steht dem Oberarzt hervorragend und seiner Band „Los Helmstedt“ war es ein Leichtes, dies durch ausgezeichneten Umgang mit den Instrumenten wieder auszugleichen.

Fotos: Caroline Kaltenreiner

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AutorInnen

Caroline Kaltenreiner

Caroline Kaltenreiner

...Ich wollte immer eine Prinzessin sein, leider war nur mehr der Part der bösen Hexe frei....

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