2008-02-02 10:47:18
Das Freie Magazin FM5 startet am 26. Februar die Creative Commons Plattform Orangemusic.at. Gefeiert wird das mit einem Creative Commons Konzert im B72.
Viele Musiker sprechen sich dagegen aus,
dass ihnen vorgeschrieben wird, ihre Fans zu kriminalisieren. Herkömmliche
Verwertungsgesellschaften wie die AKM oder die Gema bauen darauf auf, dass das
Dogma „all rights must be reserved“ eingehalten wird. Eine Unterschrift unter
einem Vertrag der Austromechana oder AKM hat viele Auswirkungen. Unter anderem
wird dadurch die Verbreitung von Musik als Kulturgut behindert oder
zumindest verzögert. Für viele Musiker, gerade zu Beginn ihrer Karriere, ist es
lohnender ihre Musik und sich selbst zu promoten und unmittelbar direkt monetäre
Erlöse daraus zu erzielen.
Manche sehen Creative Commons als Investition in
ihre Zukunft, andere widerstrebt die
arrogante Enteignung über die Mitsprache bei den Verwertungsbedingungen und
wieder andere wollen ihre Mitmenschen bloß teilhaben lassen an ihrer
Leidenschaft und einfach nur Freude, Glück und Emotionen schenken. Künstler
haben ein Recht über ihre Musik und den Bedingungen ihrer Verbreitung zu
bestimmen. Österreichischen AKM-Austromechana KünstlerInnen ist es beispielsweise verboten ihre Werke unter Creative
Commons zu stellen, egal, ob sie „alt“ oder „neu“ sind. 2005 hat die UNESCO das "Übereinkommen zum Schutz und
zur Förderung der Vielfalt kultureller
Ausdrucksformen" beschlossen. CreativeCommons kann dafür ein wichtiger Beitrag
sein – nicht nur für Musik von kulturellen Minderheiten. 80 Prozent, ja wahrscheinlich sogar 90
Prozent der aufgenommen Werke werdem es nie in die Charts
schaffen. Doch spätestens seit Chris Anderson die Theorie des Long Taile beweisen konnte, treten erstmals auch jene 80 Prozent in den Blickwinkel mancher
Geschäftsleute, die, bevor es das Internet überhaupt gegeben hat, diese Art von Musik
nie eines Blickes gewürdigt hätten. Chris Anderson hat festgestellt, dass die
Summe der Erlöse von Nischenprodukte für einen Großteil des Umsatzes
verantwortlich ist.
Creative Commons ist aber nicht per
Definition die Eintrittskarte zu fairen Verwertungsbedingungen. Creative Commons ist ein Angebot, das es Wert ist sich damit auseinander zu setzen.
Es ermöglicht sowohl der Industrie als auch Musikkonsumenten und –Produzenten neue
Möglichkeiten. Orangemusic gibt als erste Plattform Österreichs einen kurzen
dokumentierten Einblick in die orange Welt des österreichischen Creative Commons.
Club Orange
Begleitet wird Orangemusic vom Club Orange,
der eben jenen österreichischen Creative Commons KünstlerInnen eine Bühne
bietet und versucht Farbe in die österreichische Musiklandschaft zu bringen.
Be Creative, Be Orange - Das Freie
Magazin FM5, Österreichs Plattform für Kunst und Jugendkultur, freut sich euch
zur Eröffnung seiner Plattform Orangemusic am 26.2.2008 ins renommierte Wiener
Szene Lokal B72 einladen zu dürfen. Dirge, Cornflex und die Söhne der Lieben werden Kostproben geben wie Creative Music klingen kann.
Orangemusic is a product
of Nolabel, the music platform of the independent magazine of Austria.
Ich gehöre zu den Personen die von Anfang an dabei waren. In FM5 steckt nicht nur viel Zeit sondern auch ganz persönliches von mir. Im Moment habe ich mich ans Doktorat gemacht. Ich gehöre wohl zu den Personen, die nie Zeit haben...
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