Asterix Band 33 "Gallien in Gefahr"
Wie gewohnt auf 48 Seiten.
Der 14.Oktober, was habe ich mich auf diesen Tag gefreut, an diesem Datum erschien der neue Asterix Band 33, zeitgleich in ganz Europa.
Um das Comic meiner Kindheit zu bekommen, musste ich in der Trafik meines Vertrauens, in der nicht enden wollenden Schlange ausharren. Asterix, eines der wenigen Comics welches Generationen verbindet -vom 8 jährigen Schulkind bis zum 70 jährigen Pensionisten - alle streckten erwartungsvoll mit leuchtenden Augen der Verkäufer/in einen blauen 5€-Schein entgegen. Dann der große Moment, glücklich, wie am Morgen von Sonnenstrahlen geweckt, hielt ich ihn in Händen.
Hat es Uderzo nun endlich geschafft, an die „alten“ großen Asterix-Bände anzuschließen?
Oder gibt er der Kultfigur den Todesstoß?
Leider das Letztere, in der 33. Ausgabe des kleinen Galliers, wird Gallien mit Ausnahme von einem kleinen Dorf noch immer von den Römern besetzt, aber diese dürfen keine bedeutende Rolle mehr spielen. Stattdessen begegnen die Gallier Außerirdischen, die auf die Erde kommen, wegen einer fast unschlagbaren Waffe: dem Zaubertrank. Der „gute“ Tuun aus dem Volk der Tadsywine, der als lila Mickymausverschnitt mit seinen Gehilfen, die wohl mehr als schlechte Mischung zwischen Schwarzenegger und Supermann zu positionieren sind, versucht, den Zaubertrank von den „bösen“ Nagmas fernzuhalten und somit die Gallier und das Universum zu retten.
Raumschiffe, Außerirdische, Klone! Wo ist der Asterix, der mit Obelix gegen die Römer kämpfte und wenn es brenzlig wurde, mit dem Zaubertrank unbesiegbar schien?
Der Witz, die Anspielungen, die Klischees, welche die „guten“ Bände ausgezeichnet haben, sind seit Goscinnys Tod verloren gegangen und Uderzo nicht imstande, diese wohl für die Ewigkeit unerreichbare Stufe zuvor auch nur annähernd wieder zu erreichen.
Mein erster und bis heute liebster Band „ Asterix und Kleopatra“ hat bis heute seinen Reiz nicht verloren. Jede Berührung, mit dem mittlerweile aber vergilbt gewordenen Papier wird zum Erlebnis. Auch noch nach Jahren bringt mich der „Große Sonderband 2“, so auf der Front vermerkt, immer noch zum Schmunzeln.
Band 33 der Asterixreihe wird der Vollständigkeit halber seinen Platz im Bücherregal erhalten, wird aber in seiner plastiküberzogen Hülle langsam vor sich hin verrotten, denn mehr hat sich dieses Heft nicht verdient.
Lukas Bauer
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