Freies Magazin FM5

Plattform für Kunst und Jugendkultur

ohne Nav

 

lifestyle

Anschnallen, Helm und Kopfhörer aufsetzen, Hund Gassi führen - Ars Electronica ruft!!!!!!!

2007-04-02 00:10:45

In den nächsten Tagen wird Linz - nicht nur der „Klangwolke“ wegen - wieder im Mittelpunkt des Interesses stehen. Zumindest im digitalen Bereich. Ein Vorabbild konnte man sich am Mittwoch den 31. August machen. Der erste Tag nach der Sommerpause brachte Neues und Altes rund um digitale Kunst und Medien.

Seid's ihr Ars Electronica-Besucher? wird man schon eingangs von einer dort angestellten, netten Dame gefragt und keine fünf Sekunden später ist man Besitzer eines grünen Ars Electronica-Sticker - ein weißes Ars Electronica-Logo auf grünem Hintergrund. Den Eingangsbügel betätigt und man befindet sich im Reich der Zukunft, im Mekka der digitalen Kunst. Hier in Linz, wo kein Stein auf dem anderen bleibt, werden nach der Sommerpause wieder Programmierer aus der ganzen Welt ihr Können präsentieren. Der Programmierer aus Japan, mit dem ich mich kurz - kurz eben, weil ich ihn wegen seinen nicht wirklich vorhandenen Englischkenntnissen nicht überanstrengen wollte - unterhielt, ist wohl das beste Beispiel dafür. Er ist nicht der Einzige, der auf Linz-Besuch hier ist. Mit ihm sind viele andere fachsimpelnde Touristen aus Japan und Amerika in der Ars Electronica, um just zu staunen. Möglichkeiten dazu gibt es zu Genüge…

Scrapple
Gleich zu Beginn steuert der Besucher auf einen Tisch zu, hinter dem einige Frauen mit orangen Ars Electronica-T-shirts sitzen und ihm das zu Beobachtende näher bringen. Vor ihm befindet sich ein Tisch, auf dem ein paar aus Schaumstoff bestehende Schlangen- und Puckartige Figuren und ein paar Stofffetzen liegen. Über dem Tisch, also auf der Wanddecke ist ein Projektor installiert, der Wellen auf den Tisch projiziert, die sich soundtechnisch bemerkbar machen. Der Besucher kann die Stofffetzen nach seiner Wahl auf dem glatten Tisch hin und her verschieben, um so herauszufinden, welche Töne von der grünen Sound-Welle, deren Geschwindigkeitsstufe manuell maximiert oder minimiert werden kann, dabei entstehen. An den jeweiligen Tischrändern ist der Ton entweder am höchsten oder am tiefsten. Genannt wird dieses ganze Konglomerat Scrapple (siehe Bilder nebenan!).

 

 

Inovision wall und Humphrey 2
Gleich nebenan befindet sich die sog. Inovision wall, eine digitale Pinwand, bei der man sich von einer Kamera, die einen herausfordernd anlächelt, abfotografieren lassen kann und das Foto - das eigene Antlitz soll es sein - dann, unterstützt von einem digitalen Malstift, verschönern, oder wie im häufigsten Fall, verschandeln kann. Danach wird das fertige Kunstwerk, das Bild also, abgeschickt und erscheint alsdann auf der Pinwand, die von Bildern nur so strotzt. Nach Erklimmen der Stiege, die die erste, aber nicht die letzte sein wird - das Ars Electronica Center besitzt 1 UG, EG, ZG und drei Obergeschosse (OG) - wird man bei dem berühmten Flieger „Humphrey 2“ ausgespuckt, bei dem man in einer Höhe von ca. einem Meter ein paar Gurte umgeschnallt und eine Brille aufgesetzt bekommt und so mit Hilfe einer Software durch die Lüfte - die digitalen wohlgemerkt - schwebt.

Der Humphrey 2 ist im Zentralgeschoß (ZG) stationiert, in dem es sonst nichts zu besichtigen gibt. Also ruft der nächste Stufenblock in das erste Obergeschoss. Dort ist alles verdunkelt. Es kommt einem die Farbe Orange entgegen, was in Bezug auf den Kontrast nur zu begrüßen ist. Hier vor dem Stimmenmixer, der die Stimme bzw. die Tonalität in Schwingungen, die von einem Mikrofon auf eine Pinwand transformiert werden, bringt, staut es sich, denn vor allem Kleinkinder wagen sich als meisterhafte Sänger und umklammern das von einem im Ars Electronica Angestellten in die Hand gedrückte Mikrofon voller Inbrunst. Denn auf die Pinwand können verschiedene Farbtöne bzw. -stimmungen projiziert werden. Nach einsetzendem Gesang bzw. Klang können auch Köpfe – etwa der einer gewissen Lisa Simpson – auf der Wand entstehen. Einer Besichtigung eines anderen Kunstwerkes ist man nah genug: Zwei gegenüberstehende Bildschirme, auf denen auf der einen Seite ein Mann und auf der anderen eine Frau jeweils mit einem Ende einer Springschnur stehen und dem zu Springenden nette - bei Springerfolg - oder auch rüde - bei zu spät betätigtem Fuße - Floskeln entgegen werfen. Ein Lächeln ist das auf jeden Fall wert!

 

Blicken Sie hinein!
Und so stehen auch alle anderen Attraktionen im Linzer Ars Electronica Center für gewisse Gefühle - den zuvor erwähnten Lacher beispielsweise. Ob Roboter-Hunde, die auf Befehl sitzen, Pinsel, denen man zuerst eine Farbe einscannt und sie dann zum malen an der Pinwand benützen kann, eine Musicbox, ein Datentisch (Datadesk) oder Roboterarme - ein Blick in die neue Ausstellung, die laut dort Angestellten keinen Namen hat, weil sie alte und neue, also auch schon zuvor Gesehenes, zur Schau stellt - ist definitiv notwendig!

 


Weiters sei auf das am Donnerstag (1.September) startende Festival namens Hybrid hinzuweisen.

Mehr Informationen sind auf der Ars Electronica-Homepage (siehe Links!) zu finden!

Printer Icon



AutorInnen

Johannes Rausch

Johannes Rausch

"Von Beginn an ist Johannes ein hedonistischer Charakter und Ästhet – im Sinne Kierkegaards – der nur darauf aus ist, Cordelia zu verführen." (Wikipedia)

Newsfeed Icon Newsfeed von Johannes Rausch abonnieren



Kein Bock auf Nazis Festival 13.4. Arena


Archiv  | Impressum | AGB | Gewinnspiel | Friends Shop