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Als die Zombies die Welt auffraßen 1

2008-03-20 11:03:58

  • Die welt Als Zombies auffraßen
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Im Jahr 2064 kehren die lebenden Toten zurück. Dieses Mal sind sie nicht gar so hungrig auf Menschenfleisch, sondern wollen etwas ganz anderes: Ein friedvolles Leben. Miteinander.

Eine blühende Subkultur wird von den lebenden Untoten, den Zombies, bevölkert.
Unzählige Filme, die im Kino Grusel verbreiteten und für Schrecken sorgten. Nicht wenige Male wurden im Subtext politische Machenschaften aufgegriffen, die den sozialen Zustand reflektierten und mit anderen, viel brutaleren Mittel wiedergaben.
Nachdem das Horror-Genre schon seit einiger Zeit ein höchst erfolgreiches Revival feiert, macht es sich auch in der Comicwelt breit.
Wo der Film aber heutzutage dem Zuschauer vom Gewaltfaktor immer mehr zumutet, versucht Als die Zombies die Welt auffraßen mit schwarzem Humor und lustigen wie unterhaltsamen Absurditäten zu gefallen.

Das Erwachen

Nachdem immer mehr Tote ihre Gräber verlassen und von den Friedhöfen aus ihre ehemaligen Häuser und Wohnungen aufsuchen, veranlasst die Regierung die Bestimmung, dass die Bevölkerung einen gewaltlosen Umgang mit den Zombies zu pflegen hat und sich generell an ein friedliches Leben mit ihnen gewöhnen muss.
Diese makabere Forderung stößt freilich nicht bei allen auf Gegenliebe. Wer möchte schon in der Früh sein Bad mit einem Untoten teilen, in den öffentlichen Verkehrsmitteln von äußerlich entstellten oder verwesten Zombies angegafft werden oder bei einem netten Spaziergang einem zum Leben erweckten Toten begegnen? Eben.
Da kommen auch schon die Hauptcharaktere in Spiel, die so eigen wie unverwechselbar komisch sind.
Karl Neard, ein Muttersöhnchen erster Güte, verdient sich seinen Unterhalt mit der Beseitigung der Zurückgekehrten. Mit Hilfe seiner Schwester Maggie werden die „Vital-Beeinträchtigten“, wie sie liebevoll genannt werden, illegal entsorgt.
Sein Klientel: Genervte Schwiegermänner zum Beispiel, die sich von ihrem toten Schwiegerpapa belästigt fühlen und ihn deshalb endlich und für immer los werden wollen.
Abseits seines Jobs frönt der schüchterne Karl, der sich stilvoll wie eine Mischung aus John Wayne und Indiana Jones kleidet, der Liebe.
Zu einer Untoten.
Seine Schwester bandelt in der Zwischenzeit mit dem übergewichtigen, äußerlich an Elvis erinnernden Freddy Mercx an, den alle nur "Belgier" nennen, und der schon bald das Team mit seinem abstrusen Verstand und seinen rüpelhaften Hau-Drauf-Methoden verstärkt.

Die untote Zeit danach

Autor Jerry Frissen und Zeichner Guy Davis entwerfen ein etwas anderes, dafür umso amüsanteres Zukunftsbild, wo der Mensch eigentlich viel brutaler zu Werke geht als seine nicht mehr atmenden Nachbarn.
Die sozialen Normen und die gesellschaftlichen Werte fallen aber nicht weg, wie es üblich ist, sondern werden mehr oder weniger erweitert.
Dass lebendige, jedoch unausstehliche Schwiegermütter dabei durchs Raster fallen können und ebenfalls beseitig werden, kann hier durchaus vorkommen.
Der erste Band enthält die ersten neun Kapitel der Serie, die vor skurrilen Abenteuern nur so strotzen.

Als die Zombies die Welt auffraßen bietet einen ironisch-humoristischen Blick auf ein nicht immer harmloses Geschehen, und ist um keine Cleverness bemüht, den Leser mit vortrefflich eingesetzten, untoten Kuriositäten an sich zu binden.

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AutorInnen

Daniel Gilic

Daniel Gilic

"Fill the air with poems, so thick
even bombs can't fall through."
(Peter Levitt)

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