2012-10-19 14:26:34
50 Jahre Viennale. Ein halbes Jahrhundert voller Filmjuwelen. Das muss gefeiert werden. Aus diesem Anlass lädt die Viennale zu ihrem Jubiläum mit einem besonders dichten Programm.
Für Filmfans zählen die Tage zwischen dem 25. Oktober und 7. November zu den stressigsten dieses Jahres. Denn auch heuer bietet die Viennale, das größte heimische Filmfestival, einen Mix aus nationalen und internationalen Filmen, Lesungen, Parties und einer Ausstellung.
Die Filme:
Wie in den vergangenen Jahren haben die BesucherInnen die Qual der Wahl. Rund 140 Langfilme – Dokumentationen und Spielfilme – stehen am Programm. Auch das internationale Kurzfilmschaffen und der österreichische Film finden ihren verdienten Platz im Spielplan. Das Festival zeichnet sich vor allem durch seine zahlreichen Specials und Genre-Schauen aus und weist darüber hinaus eine beachtliche Anzahl von weiblichen Filmemacherinnen aus. Im Zeichen der Frauen steht auch eines von fünf Special Programs – mit dem Titel Five Women, im Zuge dessen das Schaffen fünf außergewöhnlicher Filmemacherinnen in den Mittelpunkt gestellt wird. Eine Übersicht über die ausgewählten Filme, findet sich hier: http://www.viennale.at/de/schiene/special-5-women
Der runde Geburtstag ist auch ein Anlass für Neuerungen. So wurde eine neue Programmkategorie – In Focus – ins Leben gerufen, welche Filmemachern, die die Viennale ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken möchte, gewidmet ist. Zum Auftakt der Schiene wurden der Portugiese Manuel Mozos und der Italiener Alberto Grifi ausgewählt.
Das Rundherum:
Die Viennale hat auch abseits der zahlreichen Filmvorführungen einiges zu bieten. In diesem Jahr wird das neue Festivalzentrum der Viennale, im Gebäude der alten Post im Herzen des 1. Bezirks eingeweiht. Dort werden Lesungen und Diskussionen (oft bei freiem Eintritt!), sowie die Eröffnungs- und Abschiedsparty stattfinden. Ein heißer Anwärter auf den Titel „meistgehypter Viennale-Event 2012“ hat das intime Konzert von Patti Smith im Metro Kino unter dem Motto „An Evening to remember“.
fm5 Filmtipp
Werner Herzog ist ein alter Bekannter und Freund des Festivals. In den Jahren 1990/91 war er Kodirektor der Viennale und seine Werke wurden wiederholt in das Programm aufgenommen. Erst im Vorjahr stellte seine 3D Dokumentation „Cave of forgotten dreams“ den Überraschungsfilm. Zum 50. Jubiläum stehen seine Werke „Into the Abyss“ und „Death Row“ am Spielplan, die das Thema Todesstrafe in den USA aufgreifen. Die Kinodokumentation „Into the Abyss“ schildert den Fall eines zu Tode verurteilten Mörders. Darauf aufbauend entstand die Dokuserie „Death Row“, welche Todeskandidaten im Gefängnis von Huntsville, Texas, porträtiert. Beide Filme zeichnen sich durch Werner Herzog’s einzigartigen Stil aus und beleuchten das umstrittene Thema Todesstrafe in all seinen Facetten.
Death Row: Künstlerhaus - So, 4. Nov. 2012 - 13:30
Into the Abyss: Gartenbaukino - Fr, 26. Okt. 2012 - 17:00
'Sie gehörte zu den Mädchen, die niemals etwas nur mögen oder gut finden, sondern schwärmen.'
K. Hagena, "Der Geschmack von Apfelkernen"
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