2007-04-02 00:11:31
International erfolgreiche Künstler wie Moby, Depeche Mode oder Oasis veröffentlichten dieser Tage eine ausführliche Retrospektive ihres Schaffens inkl. klitzekleiner Vorschauen auf eventuell neues Material.
International erfolgreiche Künstler wie Moby, Depeche Mode oder Oasis veröffentlichten dieser Tage eine ausführliche Retrospektive ihres Schaffens inkl. klitzekleiner Vorschauen auf eventuell neues Material.
Weihnachten nähert sich mit monströsen Schritten. Das merke ich einerseits daran, dass sich an der gegenüber meinem Wohnhaus aufgebauten Punschhütte bereits langsam die Leute einfinden – aus karitativen Zwecken natürlich. Andererseits ist die Nähe zu Weihnachten dadurch erkennbar, dass bereits zahlreiche Best-of Alben erschienen sind – und mit Sicherheit noch erscheinen werden. Neben zu erwartenden Hit-Sammelsurien von Depeche Mode oder Moby, schmeißen auch noch Oasis mit "Stop The Clocks“ ein Best-of auf den Weihnachtsmarkt, obwohl die Gallagher-Brüder nie solch ein Album veröffentlichen wollten...
Geschenk Gottes?!
Diese Art von Veröffentlichungen hat für ein bestimmtes Publikum durchaus einen ansprechenden Charakter. Damit meine ich diejenigen, die sich eher oberflächlich mit dem Thema Musik auseinander setzen. Für diese ist so ein Sammelsurium aller über die Jahre hindurch veröffentlichten Hits beinahe wie ein Geschenk Gottes. Halleluja! Denn mit einem Best-of Album muss man sich nicht mit Songs abgeben, deren wahre Größe erst nach dem zweiten oder – um Himmels Willen – dritten Anhörvorgang zum Vorschein kommt.
Nun zum etwas faulen Beigeschmack: Man wird bei Best-of Alben den kapitalistischen Eindruck nicht los, dass es sich bei solchen Produkten nur um eine billige Geldmacherei handelt. Verstärkt wird dieser Gedanke vor allem mit der Tatsache der hinzugefügten Neuvorstellungen, die einen zusätzlichen Kaufanreiz bringen soll. Bei Moby lautet diese „New York, New York“, bei Depeche Mode hingegen „Martyr“. Erwarten darf man sich bei beiden Alben eine mit gutem Gewissen zusammengestellte Rückschau auf vergangene – bei Herrn Moby vor allem bessere – Tage. Die wahren Fans, die sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten zu ihrem Künstler stehen, werden diese Best-of Alben nicht nötig haben, denn sie sind ohnedies schon im Besitz sämtlicher Alben, die natürlich chrono- oder psychologisch geordnet im Regal stehen.
Gewinnspiel: Das Freie Magazin 5 verlost unter all den Teilnehmern zwei Moby-Häferl und drei Moby-T-Shirts (M). Ein E-Mail mit dem Betreff "Es schneit" an musik@fm5.at genügt. Die Gewinner werden per E-Mail verständigt. Einsendeschluss ist der 03. Dezember. Viel Glück!

Ein Moby-T-Shirt und die dazugehörenden Häferl.

Mein Leben befindet sich zurzeit in Bearbeitung. Ich bitte deshalb um etwas Geduld. Danke.
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